Über Hund-pinkelt.de


Dass Hunde pinkeln, ist jedem bekannt. In der Regel sollten Hunde das draußen erledigen. Oftmals tun Sie das aber nicht und pinkeln in der Wohnung oder im Haus auf den geliebten Teppich, gegen die neuen Vorhänge, auf den schönen Laminat oder wenns ganz Dicke kommt sogar ins Bett. Ich habe mich mit dem Thema genauer auseinandergestzt und möchte Dir gerne Helfen, das Problem zu bekämpfen. Auf der Seite findest Du eine Lösung, wie auch Dein Hund es schafft, nachhaltig stubenrein zu werden.

Allgemeines




Ein Hund muss je nach Größe und Gewohnheit in der Regel mindestens 3 Mal draussen pinkeln. Hat der Hund nicht die Möglichkeit, das so oft zu tun, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass mal was in die Wohnung geht. Aber manchmal liegt es gar nicht daran, dass der Hund wirklich dringend pinkeln muss und die Blase quasi randvoll ist, sondern andere Gründe verantwortlich für das Pinkeln im Raum sind.

Wo pinkeln Hunde überall hin?


Zunächst aber einmal eine Auflistung an Gegenständen/Orten, an denen Hunde in der Wohnung pinkeln können:

  • Auf den Fußboden: Das kann gefährlich werden, da kleine Spalten dafür sorgen, dass der Urin des Hundes den Boden aufquillt.
  • Auf den Teppich: Es bleiben Flecken, die man nur schwer wieder rausbekommt.
  • Gegen den Vorgang: Vielleicht nicht ganz so schlimm, denn einen Vorhang/Gardine kann man in der Regel waschen.
  • Ins Bett: Das ist wiederum sehr unvorteilhaft, da der Urin in die Matratze eindringt und sich dort festsetzt. Ein bakterieller Traum.
  • Ans eigene oder fremde Bein: Auch das kommt oft vor; der Hund pinkelt einfach gegen Menschen.
  • Gegen Möbel: Hunde pinkeln gerne auch mal gegen die Couch, gegen den Tisch/Stuhl oder gegen das Buchregal.
  • Gegen die Wand: Auch nicht schön, wenn der Hund gegen die Wand pinkelt, da hilft nur neu tapezieren oder neu streichen. Mit Pech dringt auch Flüssigkeit in die Wand ein.
  • Gegen das eigene Körbchen: Auch das passiert, der Hund pinkelt sein eigenes Revier voll.

Die Gründe für das Pinkeln in der Wohnung verstehen


Es gilt zunächst einmal, die Gründe für das Pinkeln zu identifizieren. Ich gebe einmal klassische Gründe und Verhaltensweisen an, aber im Zweifel lässt sich das vielleicht nur durch einen Tierarzt oder einen Fachmann exakt bestimmen. Hier gilt es vorher auszuprobieren, vielleicht lässt sich das Problem ohne teure Hilfe lösen.

  • Grund 1 - Angst: Oftmals pinkeln Hunde aus Angst in die Wohnung. Lässt Du Deinen Hund oft alleine? Viele Hunde haben in diesen Situationen Angst, dass Du nicht wieder kommst. Das führt in einigen Fällen zum unkontrollierten Urinieren.
  • Grund 2 - Revierkampf: Es kann durchaus sein, dass nicht klar ist, wer der Chef im Ring ist. Pinkeln in der Wohnung kann darauf hindeuten, dass der Hund sein Revier markiert und damit ausdrücken möchte, dass er der Chef ist. Auch kann dies passieren, wenn Du noch andere Haustiere hast oder oftmals Besuch von anderen Hunden.
  • Grund 3 - Dein Hund ist krank: Auch Hunde können an Blasenentzündungen oder inkontinenten Verhalten leiden. Wenn alle anderen Gründe ausschließen, sollte der Tierarzt auf jeden Fall mal den Hund auf Blasenprobleme untersuchen.
  • Grund 4 - Hormonelle Schwankungen: Es kann vielleicht auch sein, dass Dein Hund hormonelle Schwankungen hat, vielleicht gerade läufig ist o.ä. In einigen Fällen führt das auch zu temporären Pinkel-Problemen.
  • Grund 5 - Protest: Hunde pinkeln ganz oft aus Protest in die Wohnung. Vielleicht möchte der Hund mehr Aufmerksamkeit, vielleicht ist er nicht ausgelastet genug. Vielleicht macht sein Essen ihm nicht satt.
  • Grund 6 - Dein Hund ist nicht stubenrein: Es kann auch sein, dass Dein Hund noch nicht stubenrein ist. Vielleicht hat er noch nicht gelernt, draussen zu pinkeln. Was man da tut, zeige ich später.

So sollte man sich verhalten


Je nach Grund für das unkontrollierte Pinkeln in der Wohnung sollte entsprechend gehandelt werden. Nur wer die Ursache kennt, kann langfristig das Problem bekämpfen. Es gibt jedoch hänge Verhaltensweisen, mit denen ich auch gute Erfahrungen gemacht habe:

  • Den Hund nicht beschimpfen oder gar den Kopf in den Urin halten. Das sende falsche Signale an den Hund. Es reicht ein normales, bestimmtes „Nein“, mehr nicht. Lieber solltest Du die Dinge, die der Hund gut macht, positiv verknüpfen, indem Du Deinen Hund draussen nach dem Pinkeln ordentlich belohnst („Brav“ und Leckerei).
  • Oft genug rausgehen: Der Hund sollte einen festen Rhythmus haben, in welchem er draussen ist. Jeder Hund ist anders, finde heraus, was die beste Vorgehensweise ist. Du solltest auch vor dem Schlafengehen noch einmal Gassi gehen.
  • Fester Nahrungszyklus: Auch sollte der Hund feste Zeiten haben, zu denen er frisst. Spät Abends sollte der Hund keine Nahrung mehr aufnehmen.
  • Direkt morgens sollte man auf jeden Fall ausgehen, denn über Nacht sammelt sich Urin in der Blase und der Hund muss nach dem Aufstehen.
  • Absolutes Tabu (sollte auch jedem klar sein): Bitte gib Deinem Hund nicht weniger zu trinken, um das Pinkeln zu unterbinden. Das kann zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen.

Wie bekomme ich meinen Hund stubenrein?


Einen Hund stubenrein zu bekommen ist gar keine schwarze Magie. In der Regel passiert dieses im frühen Welpenalter. Ich habe das bei meinem Hund folgendermaßen hingekriegt:

  • Ständiges Rausgehen: Du solltest am Anfang so oft wie möglich mit Deinem Hund Gassi gehen. Dabei ist das A und O das Loben nach dem Pinkeln draussen. Sobald Dein Hund gepinkelt hat, lobe ihn kräftig und gib eine Leckerei.
  • Beobachten: Beobachte Deinen Hund und lerne zu verstehen, wann er pinkeln muss. Vielleicht verhält er sich ja unruhig, ist stark am Schnüffeln oder so. Dann bringe ihn schnell raus und belohne ihn, wenn er gepinkelt hat.

Es ist jedoch auch so, dass man nicht so schnell rauslaufen kann, wie der Hund pinkeln muss (z.B. wenn man im fünften Stock wohnt). In diesem Fall gibt es eine Lösung, die mir sehr gut weitergeholfen hat: Welpen-Pads.

Mit diesen Pads kannst Du Deinem Hund von der Wohnung aus beibringen, an bestimmten Stellen zu pinkeln, um mehr Kontrolle über Deinen Hund zu erhalten und ihn langsam von der Wohnung Richtung draussen zu bewegen. Und so funktioniert das Prinzip:

Lege in Deiner Wohnung an ein oder zwei gut erreichbaren Stellen ein Welpen-Pad aus. Wenn Du dann merkst, dass Dein Hund mal pinkeln muss, dann setzte ihn schnell auf das Pad. Darauf lässt Du Deinen Hund das Geschäft verrichten und lobst ihn im Anschluss dafür. Der Hund wird schnell merken, dass der auf das Pad pinkeln muss. Im weiteren Verlauf des Trainings beförderst Du das Pad immer weiter in Richtung Tür. Durch die Tür gehst Du ja mit dem Hund Gassi, sodass Du nach einer Zeit die Pads mehr und mehr verschwinden lässt. Jetzt merkst Du, wenn Dein Hund mal muss, denn er läuft Richtung Tür und winselt dort vielleicht sogar. Dann gehst Du ein paar Mal mit dem Hund schnell raus und schon sollte Dein Hund das System verstanden haben.

Die Pads sind extrem saugstark und binden den Urin komplett. Mit einer passenden Halterung ist das Hundeklo nicht nur stabil, sondern sieht auch noch ganz ok aus und der Hund kann das Pad nicht zerfetzen. Die Pads bekommst Du hier:

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Wie bekomme ich den Urin aus dem Teppich, von der Couch oder aus dem Bett?


Ich habe mit einem speziellen Reinigungsmittel sehr gute Erfahrungen gemacht: Biolopur. Dieses Mittel ist ein Geruchsneutralisierer, der durch Mikroorganismen den Nährboden für Bakterien und Pilzen vernichtet. Das Produkt ist zudem biologisch und für Dein Haustier und für Dich selbst auch nicht gefährlich. Es ist sehr wichtig, alle Urinrückstände aus Textilien zu entfernen, weil ansonsten Geruchsrückstände Deinen Hund immer wieder dazu animieren, weiter in die Wohnung zu pinkeln. Es ist daher unumgänglich, zu solch ein Mittel zu greifen! Übrigens: der häufig genannte Tipp mit Essig oder Wodka funktioniert nicht, es bleiben immer Geruchsrückstände, die zumindest der Hund riecht! Eine Alternative zu Biopolur stellt übrigens auch BactoDes dar.




Geruchsneutralisierer - Konzentrat - BioPet von Biolopur


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Hilft eine Kastration?


Viele Hundehalter fragen sich, ob eine Kastration dabei hilft, den Hund stubenfrei zu bekommen. Folgendes solltest Du dabei beachten:

  • Liegt der Grund des Markierens darin, dass der Hund den "Chef markieren" möchte, dann kann eine Kastration durchaus was bringen, muss aber nicht zwangsläufig.
  • Eine Kastration wirkt sich bei jedem Hund individuell und anders aus.
  • Es besteht die Möglichkeit einer chemischen Kastration, um zu testen, ob eine richtige Kastration das Problem lösen kann. Dabei handelt es sich um eine Hormonbehandlung, bei der die sexuellen Triebe außer Kraft gesetzt werden. Frage hier mal Deinen Tierarzt.
  • Eine Kastration kann jedoch auch die Situation unter Umständen verschlimmern.
  • Wichtig: Frage Deinen Tierarzt zunächst und finde den Grund für das Markieren heraus. Liegt der Grund nicht in der Rangordnung, so kann eine Kastration wirkungslos bleiben.

Warum pinkelt mein Hund ins eigene Körbchen?


Häufig hat man als Hundebesitzer auch das Problem, dass der Hund demonstrativ ins eigene Körbchen macht. Das ist keinesfalls unnormal, sondern kommt sogar in vielen Fällen vor. Es gibt auch Gründe dafür. Ist der Korb neu? Dann kann es sein, dass der Hund das Körbchen nicht als seines ansieht, denn er kennt den Geruch nicht und fühlt sich einfach unwohl. Durch das pinkeln versucht er zum Beispiel, den Geruch zu überdecken. In diesem Fall kann es Abhilfe schaffen, eine ältere Decke Deines Hundes mit in das neue Körbchen zu legen oder ein altes T-Shirt, was Du getragen hast, damit der Hund einen vertrauten Geruch erkennt. Ist der Korb nicht neu, sondern Dein Hund kennt diesen schon, pinkelt aber dennoch seit kurzem rein? Das kann auch merhere Gründe haben. Vielleicht fühlt sich Dein Hund mit dem Standort des Körbchens plötzlich nicht mehr wohl, das Pinkeln kann in diesem Falle ein Zeichen dafür sein, dass sich Dein Hund nicht sicher im Körbchen fühlt. Ein deutliches Zeichen ist es, wenn Dein Hund das am Tag macht. Hast Du andere Hunde oder vielleicht Katzen? Vielleicht hat sich die Katze während der Abwesenheit Deines Hundes im Korb gemütlich gemacht und der Hund reagiert mit Pinkeln als Zeiches des Revier-Markierens darauf. Wenn Du Deinen Hund neu hast und er von Anfang an in das eigene Körbchen gepinkelt hat, ist das ein Anzeichen dafür, dass Dein Hund das beim Züchter oder bei der "Aufzucht-Familie" gelernt hat, in geschlossenen Räumen in eine Vorrichtung zu pinkeln, zum Beispiel in ein Katzenklo. Wenn Du Dir nicht sicher bist, frag doch nochmal dort nach, wo Du Deinen Hund her hast. In diesem Fall musst Du Deinen Hund nochmal von Grund auf stubenrein zu bekommen.



Hund pinkelt ins fremde Körbchen oder in fremden Wohnungen


Oftmals ist das Problem auf ein solches, dass der Hund nicht ins eigene Körbchen oder in die eigene Wohnung pinkelt, sondern gezielt ins fremde Körbchen oder in die fremde Wohnung - das kann folgende Gründe haben:

  • Dein Hund markiert das Revier und will somit dem zeigen, dass er der Boss ist.
  • Dein Hund kann nicht unterscheiden, was ihm gehört und was nicht.
  • Dein Hund ist verunsichert, fühlt sich nicht wohl oder hat sogar Angst in der "fremden" Umgebung.

  • Bewährt hat sich in vielen Fällen folgendes Vorgehen:

  • Plätze mit deutlichem Abstand voneinander trennen, Platz des "Pinklers" etwas isolieren.
  • Bei Besuch in fremder Wohnung: Kleine Decke vom Hund mitnehmen, der Hund erkennt durch den Geruch, dass der Platz seiner ist.
  • In der Erziehung sollte dem Hund klar gezeigt werden, wo sein Platz ist. Du solltest in diesem Fall darauf verzichten, den Hund mit auf die Couch, ins Bett oder an unterschiedlichen Plätzen ruhen zu lassen, ein fester Platz sollte es sein.

Hund pinkelt ins Bett/Körbchen, wenn er alleine ist


In vielen Fällen kommt es zum sogenannten "einsamen pinkeln". In diesem Fall pinkelt der Hund ins Bett, weil/wenn er alleine ist. Wenn er pinkelt, ist es ein Anzeichen für Stress. Dieser Stress entsteht beim Hund, weil er denkt, dass Du alleine nicht zurecht kommen würdest, er macht sich sozusagen sorgen - und das schlägt auf die Blase. Es kann aber auch sein, dass der Hund, wenn er denn alleine ist, Angst hat. Beide Fälle zeugen von zu starker Fokussierung deinerseits auf den Hund. Folgt Dein Hund Dir zu Hause auf Tritt und Schritt? Liest Du Deinem Hund jeden Wunsch von den Lippen ab? Reagierst Du immer und ständig auf Dinge, die Dein Hund tut? Dann solltest Du das vielleicht ein wenig einshränken. Sorge zum Beispiel dafür, dass Dein Hund Dich nicht immer verfolgt, schließe auch mal die Tür hinter Dir. Versuche auch mal bewusst Deinen Hund zu ignorieren, wenn er Dich anguckt und bettelt oder einfach irgendwas möchte. Halte nicht alle 2 Sekunden Augenkontakt zu Deinem Hund. Sorge dafür, dass Dein Hund das Gefühl bekommt, dass Du auch im Fall der Fälle ohne ihn zurecht kommen würdest. Wenn Du nur für kurze Zeit Deinen Hund alleine lässt, kannst Du es auch versuchen durch Ablenkung zu unterbinden. Ich habe zum Beispiel sehr gute Erfahrungen mit Snack-Balls* gemacht. Mit solchen kann der Hund spielen und es kommen als Belohnung immer kleine Leckerlis heraus. Das funktioniert nicht bei jedem Hund, aber meiner Erfarhung nach zumindest bei den meisten. Natürlich könnte aber auch eine Hundebetreuung oder ein Gassi-Service für Abhilfe schaffen.

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Hund pinkelt nur einmal oder zwei Mal am Tag



Viele Hundehalter haben auch dieses Problem: Der Hund pinkelt nur einmal oder maximal zwei Mal am Tag, obwohl er in der Vergangenheit viel öfter gepinkelt hat. Folgende Ursachen können dieses Phänomenen auslösen:

  • Dein Hund trinkt zu wenig. Hat Dein Hund genügend Wasser zum Trinken zur Verfügung? Der Wassernapf sollte immer voll sein.
  • Fütterst Du Deinen Hund mit Tockenfutter? Qualitativ schlechtes Trockenfutter kann dazu führen, dass zu viel Flüssigkeit gebunden wird und Dein Hund eigentlich mehr Flüssigkeit benötigt, als er aufnimmt. Trockenfutter sollte auch immer einen gewissen Feuchte-Anteil besitzen. Ein gutes Hundefutter hat zudem wenig Ballaststoffe und einen hohen Nährstoffgehalt.
  • Dein Hund fühlt sich in der Umgebung, wo er pinkeln soll, nicht wohl. Wenn Du einen Garten hast, kann es sein, dass dort Katzen oder andere Tiere herumlaufen? Ist Deine Gassi-Route vielleicht nicht ideal für Deinen Hund? Probiere doch mal aus, ob Dein Hund woanders mehr pinkelt.
  • Gerade ältere Hunde haben oftmal Probleme mit den Nieren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Dein Hund davon betroffen ist. Zur Klärung solltest Du in jedem Fall auch Deinen Tierarzt zu Rate ziehen.
  • Wenn Dein Hnd läufig ist, dann pinkelt er deutlich mehr (markieren). Vielleicht ist Momentan diese Phase vorbei?
  • Wenn Dein Hund immer so wenig pinkel und es auch immer so gemacht hat, denn ist es mit großer Wahrscheinlichkeit genau so gewollt. Einige Hunde kommen damit aus, ein oder zwei Mal am Tag zu pinkeln. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich.



Hund pinkelt tröpchenweise


Wenn Du bei Deinem Hund beobachten konntest, dass er tröpchenweise pinkelt, und das zum Beispiel auch beim Gehen oder Stehen, dann kann dies ein Inditz auf eine Erkrankung der Blase sein. Häufig ist dies ein Symtom für eine klassische Blasenentzündung. Es kann aber auch sein, dass der Hund Struvitsteine bzw. Harnsteine hat. In beiden Fällen ist eine Behandlung durch den Tierarzt unabdingbar. Bei Rüden kann es zudem sein, dass er gelegentlich aus dem Penis tropft. Die Tropfen sind dann meistens milchig und gelb-grün. Dies könnte ein Indiz für ein sogenanntes Vorhautkatarrh sein, umgangssprachlich auch Hundetripper genannt. Auslöser hierfür kann zum Beispiel schon das Schwimmen in einem See oder einem Fluss sein. Auch in diesem Fall solltest Du Deinen Tierarzt aufuschen. Allerdings kann das tröpchenweise Pinkeln auch eine harmlose Ursache haben, denn einige Hunde markieren tröpfchenweise ihr Revier.

Hund pinkelt aus Trotz und Protest



Eine der häufigsten Ursachen für das Pinkeln ist das Pinkeln aus Trotz oder aus Protest. Anders als bei dem Pinkeln aufgrund von Einsamkeit äußert sich das Urinieren hier als eine Art Rache. Ursprung ist immer eine Situation oder ein Verhalten des Herrchens, welcher der Hund so nicht akzeptieren möchte. Durch das Pinkeln möchte der Hund zeigen: "das gefällt mir nicht!". Oftmals kann man so eine Trotzreaktion erkennen, wenn ein zuvor Einzelhund einen weiteren Hund vorgesetzt bekommt. In solchen Fällen hilft es nur, dem Hund klar verstehen zu geben, dass er weiterhin in der Rudelrangfolge vor dem neuen Hund steht. Das gelingt zum Beispie dadurch, dass man dem "ersten" Hund auch zuerst das Fressen gibt, dass man ihn zuerst anleint oder auch zuerst ruft. Eine weitere Ursache ist Trotzpinkeln durch Langeweile. Hunde, die geistig(!) unterfordert sind, neigen häufiger dazu in die Wohnung zu pinkeln. In solchen fällen sollte man sich was einfallen lassen, dem Hund eine Aufgabe geben. Eine gute Möglichkeit dies zu tun sind zum Beispiel Geschicklichkeitsspiele / Strategiespiele für den Hund, bei denen er vor der Herausfoerderung steht, ein oder mehrere Leckerlies zu finden. Das fordert und fördert Deinen Hund enorm und kann ggf. das Trotzpinkeln eindämmen.

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Hund pinkelt andere Hunde oder Menschen an


Ein weit verbreitetes Phänomen ist das gegenseitige Anpinkeln von Hunden oder das Anpinkeln von Menschen. In diesen Fällen nutzt Dein Hund das Pinkeln als Kommunikationsinstrument, denn er sendet ein ganz klares Unterordnungssignal. Richtig, Dein Hund pinkelt andere Hunde oder Menschen an, um zu zeigen, dass er sich unterordnet. Oft geschieht das bei männlichen Hunden im Alter zwischen wenigen Monaten bis zu 2 Jahren. Das Ganze nennt man dann „Submissive Urination“. Tatsächlich wäre es jetzt in diesem Moment genau falsch, den Hund für das Anpinkeln zu bestrafen, denn dass passiert genau das, was das Pinkeln ausgelöst hat: Dein Hund verliert weiter an Selbstbewusstsein, weil er denkt, er habe was falsches gemacht; und das möchte er nicht! Richtig wäre es daher, Deinen Hund nach solch einer Aktion zu stärken. Aber Du solltest ihn auch nicht für die Aktion loben, sondern selbstbewusst und frontal (am besten vorbeugen und in die Augen schauen) ein klares und verständliches „Pfui“ rufen und den Hund aus der Aktion rausholen, indem Du ihn ablenkst. Das erreichst Du z.B. durch ein, zwei Kommandos wie Sitz und Platz. Hierfür lobst Du Deinen Hund dann umfänglich! Weiter solltest Du an dem Selbstbewusstsein Deines Hundes arbeiten. Vergiss nicht für gute Taten ständig zu loben, und sei auch nicht zu streng mit Deinem Hund, zu viel Disziplin und Ordnung kann ebenfalls zur Unsicherheit Deines Hundes beitragen!